Reisepass und Personalausweis wie bei Kreditkarten-Daten-Diebstahl sperren lassen?

Wenn jemand die Kreditkartendaten samt einiger persönlicher Daten wie geburtsdatum und -ort und Staatsangehörigkeit hat, dann kann er leicht via Internet Einkäufe tätigen und man gerät in arge Probleme. Deshalb lässt man die Kreditkarte schnell sperren und eine neue mit neuen Daten wird einem zugeschickt.

Was muss man machen, wenn eine digitale Kopie (=ein Scan) des Reisepasses und des Personalausweises in die falschen Hände gelangt ist? Damit kann (on- wie off-line) auch viel Schaden angerichtet werden. Sollte man zur Polizei oder zum Einwohnermeldeamt gehen und die beiden Dokumente sperren lassen und sich neue mit neuer Nummer besorgen? Kostet das soviel wie ein neuer Reisepass und ein neuer Personalausweis? Oder sogar mehr?

Man kann doch nicht die Hände auf den Schoß legen. Selbst wenn der Verdächtige den Scan einfach so aus Rache anderen in Asien oder in Mafia-Gebieten via Email weiterleitet, besteht eine Riesengefahr des Missbrauchs und eines Tages werde ich für irgendetwas beschuldigt.

Was also tun?

4 Gedanken zu „Reisepass und Personalausweis wie bei Kreditkarten-Daten-Diebstahl sperren lassen?

  1. wuzy39

    Den Verlust der Dokumente bei der Polizei melden und im Rathaus der Gemeinde neue Ausweispapiere beantragen.
    Kosten für PA: 8 – 15 €
    Kosten für Reisepass: 40 – 80 €
    Je nach Gemeinde
    ciao

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  2. Gerald E

    mann kann keinen RP oder PA sperren lassen nur neu ausstellen und kostet gleich viel wie bei der erstaustellung

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  3. Schneewittchen

    Nein, einen Personalausweis oder Reisepass kann man definitiv nicht sperren lassen!

    Die Sperrung einer EC- oder Kreditkarte basiert auf der Kartennummer, die zwangsläufig für jeden Zahlvorgang zu Grunde liegt. In der heutigen modernen Zeit funktioniert das so, dass binnen Minuten nach Eingang der Sperrmeldung beim Geldinstitut weltweit in allen Online-Systemen die Kartennummer auf einer Blacklist erscheint und jedes Kartenterminal sofort erkennt „Karte gesperrt“. Die übliche „Nutzung“ eines Personaldokumentes ist in den seltensten Fällen mit einer (Online)Überprüfung der Personalausweis- oder Passnummer verbunden.

    Man denke z.B. nur an das Postident-Verfahren: Der Postmensch sieht das Personaldokument ein, notiert die Nummer – vielleicht schaut er den Kunden sogar noch an und prüft, ob er oder sie dem Passbild ähnlich sieht – und ab geht die Post zum Empfänger. Dieser wiederum geht nun von einer ordnungsgemäßen Überprüfung des Kunden aus, archiviert die Dokumente und gut ist. Falls ein solcher Ausweis nun nicht im rechtmäßigen Besitz gewesen wäre, würde sich das erst dann herausstellen, wenn der Rechnungsempfänger reklamiert und nachweist, dass sein Ausweis gestohlen wurde. Aber – wie gesagt – gestohlen oder verloren!!

    Mir selbst wurde einmal das Portemonnaie inkl. Personalausweis aus der Tasche gestohlen. Ich bin sofort zur Polizei und habe den Diebstahl gemeldet, weil ich eben auch vermeiden wollte, dass irgendwann irgendjemand mit meinem Ausweis irgendwelchen Unsinn macht. Natürlich hätte diese Anzeige zunächst keinen Schaden verhindert, aber ich hätte problemlos nachweisen können, dass eben nicht ICH einen Handyvertrag geschlossen, einen Kredit aufgenommen oder eine Firma gegründet habe. Damit war für mich der Fall erledigt.

    Ein gestohlener Ausweis fällt erst dann auf, wenn der Nutzer beispielsweise in eine Personenkontrolle gerät oder die Ausweisnummer aus sonst irgendeinem Grund innerhalb eines behördlichen Systems geprüft wird.

    Ich verstehe, dass Du im Moment in einer Zwickmühle steckst. In Deinem Fall sind die Papiere eben nicht weg, sondern Du hast nur ernste Bedenken, dass jemand eine Kopie davon missbrauchen könnte. Du darfst also auf keinen Fall einen Diebstahl melden, der nie stattgefunden hat. Sonst würde es für Dich im Falle, dass tatsächlich irgendetwas passiert und die/der Täter/in ermittelt wird, umso unangenehmer. Auch ein gemeldeter „Verlust“ der Papiere würde im Falle eines späteren Missbrauchs unerfreuliche Fragen aufwerfen. Würdest Du mit Deinem – bisher noch nicht belegbarem – Verdacht zur Polizei gehen, würde man in jedem Fall von Dir die Identität der verdächtigten Person zwingend erfragen und im besten Fall (vorausgesetzt, Du sagst offen, warum Du den Verdacht hast. Streit und Androhung oder ähnliches) die andere Person vorladen und ihr deutlich klarmachen, wie man sich strafbar machen kann. Möglicherweise würde man Dich aber auch unverrichteter Dinge wieder nach Hause schicken und Dir sagen, Du solltest wiederkommen, wenn eine Straftat stattgefunden HAT.

    Ich würde mir aber an Deiner Stelle gar nicht sooo viele Gedanken machen. Hätte die andere Person mit Deinen Daten irgendwelche Geschäfte eingeleitet, hättest Du entweder schon Rechnungen oder aber erkennst Unregelmäßigkeiten in einer Schufa-Selbstauskunft. Die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Kopien freudestrahlend von der „Mafia“ aufgekauft werden, ist eher gering. (Solche Deals macht man in solchen Organisationen nur mit Insidern!) und normale Menschen würden sich ohnehin etwas schwer tun, einen entsprechenden Kontakt zu knüpfen. Schließlich gibt es keine Homepage http://www.mafia-in-asien.com mit Navigationspunkt „Ankauf von Personendaten“ 😉 Und, glaub mir, keine der „Mafia“ vergleichbare Verbrecherorganisation ist dämlich genug, einen Scan, den ihnen irgendein Blödel zugeleitet hat, für irgendetwas zu verwenden!

    Glaub mir, die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der schlicht und einfach nur Deine Daten KENNT – egal, ob privat bekannt oder irgendwann einmal online abgegebene Adresse inkl. Geburtsdatum – ist ungleich höher, als dass in Deinem speziellen Fall etwas passiert.

    Vielleicht hast Du die Möglichkeit, der betreffenden Person nochmal in aller Deutlichkeit zu sagen, dass Du im Falle irgendeines Vorkommnisses nicht zögern wirst, namentlich gegen sie eine Strafanzeige zu erstatten. Wenn nicht, entspanne Dich (!) und warte einfach ab! Sollte wider Erwarten tatsächlich doch etwas passieren, gehst Du ganz entspannt zur Polizei und machts wahrheitsgemäß alle relevanten Angaben.

    Übrigens, überlege mal folgendes: Zig Kneipen in ganz Deutschland haben sich als „Schlag gegen das Nichtrauchergesetz“ als „Raucherclub“ definiert. Hierbei muss jeder Gast „Clubmitglied“ werden und als „ordentliches Mitglied“ eine Kopie des Personalausweises hinterlassen. Meist werden diese Kopien mal eben auf de Schnelle mittels vorhandenem Scanner erstellt. Anschl. werden sie vom Wirt („Clubvorsitzenden“) in einem Ordner archiviert,

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